WeitblickDienstleister · 5 Min. Lesezeit · Stand 11. Oktober 2026

Online-Terminbuchung für Friseur und Kosmetik: was sie bringt und was sie kostet

Was eine Online-Terminbuchung im Salon leistet, welche Kostenmodelle es gibt und was Abo, Provision und Zahlungsgebühr im Monat ausmachen.

Leerer Friseurstuhl vor einem großen Fenster mit Blick auf Hügel, daneben Spiegel, Schere und Kamm.

Eine Online-Terminbuchung für Friseur und Kosmetik lässt Kundinnen und Kunden ihren Termin selbst wählen, auch wenn der Salon geschlossen ist, und schickt Bestätigung und Erinnerung automatisch. Sie kostet je nach Anbieter rund € 20 bis € 60 im Monat als festes Abo für das reine Buchungssystem. Dazu kommen bei manchen Anbietern eine Provision für Neukunden über den Marktplatz und Gebühren auf Online-Zahlungen. Welches Modell günstiger ist, hängt davon ab, wie viele Personen bei dir arbeiten und woher deine Kundschaft kommt.

Was bringt eine Online-Terminbuchung im Salon?

Der Nutzen zeigt sich im Alltag, nicht in einer einzelnen Zahl. Wie viele zusätzliche Termine du bekommst, hängt von deinem Standort und deiner Stammkundschaft ab. Verlässliche Durchschnittswerte für Salons im deutschsprachigen Raum haben wir nicht gefunden, darum nennen wir keine.

  • Termine kommen auch am Abend und am Sonntag herein, wenn niemand ans Telefon geht.
  • Du wirst während der Arbeit seltener unterbrochen.
  • Bestätigung und Erinnerung gehen automatisch hinaus. Wer nicht kann, sagt über einen Link ab oder verschiebt selbst.
  • Jede Leistung hat ihre Dauer, mit Puffer zum Aufräumen. Doppelbuchungen im Kalender entfallen.
  • Mit Anzahlung oder Kartengarantie lassen sich lange Termine gegen Ausfälle absichern.

Neue Kundschaft bringt ein Buchungssystem allein nicht. Das leisten Marktplätze, auf denen Menschen nach einem freien Termin in ihrer Nähe suchen. Dafür verlangen sie in der Regel eine Provision.

Welche Kostenmodelle gibt es?

  1. Abo im Monat: ein fester Betrag, entweder für den ganzen Salon oder je Person mit eigenem Kalender.
  2. Provision für Neukunden: ein Anteil am Preis des ersten Termins, wenn die Person über den Marktplatz des Anbieters gekommen ist.
  3. Gebühr auf Online-Zahlungen: ein Prozentsatz, wenn im Voraus online bezahlt wird. Er geht an den Zahlungsanbieter oder an die Plattform.
  4. Zusätze: SMS, Kasse, eigene Website oder App, je nach Anbieter gegen Aufpreis.

Was verlangen gängige Anbieter?

Die Tabelle zeigt, was die Anbieter am 11. Oktober 2026 auf ihren eigenen Preisseiten angeben. Alle Preise verstehen sich ohne Umsatzsteuer. Die Pakete enthalten Unterschiedliches, etwa einen Marktplatz oder eine Kasse, und sind darum nicht eins zu eins vergleichbar. Preise ändern sich, sieh vor einer Entscheidung auf der Seite des Anbieters nach.

AnbieterAbo im MonatNeukunden über MarktplatzOnline-Zahlung
Treatwell ConnectStarter € 39, Advanced € 49 plus € 7,50 TSE-GebührProvision je nach Standort; die Fragen und Antworten der Seite nennen 35 % auf die erste Buchung. Erneute Buchungen 0 %2 % bei Online-Vorauszahlung
FreshaSelbstständig € 19,95; Team € 12,95 je buchbarer PersonAls einmalige Gebühr beschrieben, am Abrufdatum als kostenlos ausgewiesen1,29 % je Transaktion
ShoreBooking € 59,90 (bei Jahreszahlung € 49,90); mit Kasse € 129,90Auf der Preisseite keine Provision genanntAuf der Preisseite nicht beziffert
Booksy€ 35,00; jede weitere Person € 7,00Laut Seite keine Provision auf neue TermineAuf der Preisseite nicht beziffert

Was kostet das in einem Monat?

Rechenbeispiel: Ein Salon mit drei Personen nimmt im Monat 240 Termine an. Zehn davon kommen von Neukundinnen über einen Marktplatz, der Erstbesuch kostet im Schnitt € 60. Bei 35 % Provision sind das € 21 je Neukundin, zusammen € 210, zusätzlich zum Abo. Kommen diese zehn Personen wieder, fällt bei einem Modell mit 0 % auf erneute Buchungen nichts mehr an. Kommt nur jede zweite wieder, hat dich jede gewonnene Stammkundin € 42 gekostet.

Eine Provision ist also nicht von vornherein teuer. Sie ist der Preis für Kundschaft, die du sonst nicht erreicht hättest. Teuer wird sie, wenn Stammkundinnen über den Marktplatz buchen und dort als neu gelten, oder wenn Neukunden nur einmal kommen. Lies nach, wie der Anbieter eine Neukundin definiert.

Bei Online-Zahlungen rechnest du ähnlich. Zahlt eine Kundin € 60 im Voraus, sind 2 % davon € 1,20. Läuft die Zahlung über dein eigenes Konto bei einem Zahlungsanbieter, gilt dessen Preisliste. Stripe nennt für Österreich 1,5 % plus € 0,25 für Standardkarten aus dem Europäischen Wirtschaftsraum, bei € 60 also € 1,15.

Worauf solltest du vor dem Abschluss achten?

  • Preis je Salon oder je Person: Rechne mit der Zahl der Kalender, die du in einem Jahr brauchst, nicht mit der von heute.
  • Laufzeit und Kündigung: monatlich kündbar oder Jahresvertrag, und mit welcher Frist.
  • Marktplatz: ob du gelistet sein musst, was als Neukunde zählt und ob Buchungen über deine eigene Website provisionsfrei sind.
  • Zahlungen: wer das Geld zuerst erhält, wann es ausgezahlt wird und was eine Rückzahlung kostet.
  • Kundendaten: ob du Namen, Kontaktdaten und Terminhistorie exportieren kannst.
  • Leistungen: ob mehrere Leistungen in einem Termin möglich sind, etwa Schnitt und Farbe mit Einwirkzeit.
  • Kasse: Kläre, ob das Buchungssystem eine Kasse mitbringt oder du deine bestehende behältst. Manche Anbieter berechnen die technische Sicherheitseinrichtung (TSE) für Deutschland extra.
  • Erinnerungen: per E-Mail meist inklusive, SMS oft nach Verbrauch.

So geht das mit EachVisit

EachVisit ist ein Buchungssystem ohne Marktplatz. Gebucht wird über deine Website, eine eigene Buchungsseite oder von dir am Telefon. Der reguläre Plan Solo kostet € 19 im Monat mit unbegrenztem Team und Kalendern. Der Plan Klein kostet € 69 und enthält Anzahlung und No-Show-Gebühr. Kundinnen wählen selbst, bei wem sie buchen, Erinnerungen kommen per E-Mail, SMS gibt es ab dem Plan Mittel nach Verbrauch.

EachVisit nimmt 0 % Provision. Online-Zahlungen laufen über dein eigenes Stripe-Konto, die Gebühren von Stripe fallen an und gehen direkt an Stripe. Was noch fehlt: Mehrere Leistungen in einem Termin sind nicht möglich, für Schnitt und Farbe legst du eine eigene Leistung an. Eine Kasse und Produktverkauf gibt es nicht. Neue Kundschaft über ein Portal bringt EachVisit nicht. In der geschlossenen Beta gilt Preis auf Anfrage. Eine spätere kostenpflichtige Nutzung setzt deine aktive Zustimmung voraus.

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Quellen

Rechtliche Angaben in diesem Artikel sind allgemeine Information und keine Rechtsberatung.

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